13 → 17,5 %
Pauschaler Arbeitgeberbeitrag. Fundstelle wird ergänzt
Was gerade passiert
13 → 17,5 %
Pauschaler Arbeitgeberbeitrag. Fundstelle wird ergänzt
0 → 3,6 %
Neuer Beitrag für Minijobs. Fundstelle wird ergänzt
2 → 5 %
Einheitliche Pauschsteuer. Fundstelle wird ergänzt
Gesamtbelastung der Betriebe
31,17 → 42,27 %
Diese Summe steht in keiner der drei Vorlagen. Sie entsteht erst, wenn man die Eingriffe nebeneinanderlegt — und genau das tut bisher niemand.
Davon getrennt
Die Kommission empfiehlt, den Sonderstatus des Minijobs abzuschaffen: Die Wahlfreiheit bei der Rentenversicherung, die Pauschalbesteuerung und der Übergangsbereich sollen entfallen. Das ist ein anderer Vorgang als die drei Eingriffe oben — die Summe von 42,27 Prozent gilt nur für diese.
Wen es trifft
Neben dem Hauptjob, neben der Rente, neben Schule oder Studium. Der Minijob ist keine Notlösung, sondern Beschäftigung neben etwas anderem.
— %
Hauptjob
Zahl folgt— %
Rente
Zahl folgt— %
Schule
Zahl folgt— %
Studium
Zahl folgtQuelle: Minijob-Zentrale, Quartalsbericht — Fundstelle und Ampel unter Zahlen & Fakten.
Menschen
Nicht jede Schicht ist eine Vollzeitstelle. Aber jede Schicht braucht einen Menschen.
Gastgewerbe arbeitet, wenn andere frei haben. Diese Spitzen lassen sich nicht zu regulärer Teilzeit bündeln — sie werden von Menschen abgedeckt, die werktags einen anderen Alltag haben.
Sieben Prüffragen
Wir fragen nach der Wirkung — nicht nur nach der politischen Absicht.
Wer neben Hauptjob, Rente oder Studium einen Minijob hat, ist über den Hauptstatus abgesichert. Pflichtbeiträge auf den Zuverdienst erreichen die Menschen, denen Altersarmut wirklich droht, nicht zielgenau — und kosten allen anderen Netto.
Die Annahme lautet: Ohne Minijob arbeiten dieselben Menschen mehr. Wer aber ohnehin voll erwerbstätig ist, in Rente ist oder studiert, hat diese Stunden nicht. Die Stunden fallen eher weg, als dass sie sich verlängern.
Die Brückenkritik meint die kleine Gruppe, für die der Minijob die einzige Beschäftigung ist. Für die 95 Prozent daneben ist er keine Brücke, sondern ein Zuverdienst — eine Reform, die alle trifft, um wenige zu bewegen, verfehlt ihr Ziel.
Gastgewerbe arbeitet, wenn andere frei haben: Freitagabend, Samstag, Feiertag, Saison. Diese Spitzen lassen sich nicht zu regulärer Teilzeit bündeln — und wer sie abdeckt, hat werktags oft einen anderen Alltag.
Jeder Eingriff wird für sich begründet. Zusammen steigt die pauschale Abgabenlast von 31,17 auf 42,27 Prozent — ein Drittel mehr auf jede Minijob-Stunde. Diese Rechnung steht in keiner Vorlage.
Wer für die zusätzliche Stunde weniger behält, arbeitet sie seltener. Eine Politik, die mehr Arbeit will, muss die zusätzliche Stunde entlasten — nicht belasten.
Weniger Angebot, weniger Nachfrage, weniger legale Stunden. Betriebe kürzen Öffnungszeiten oder Angebote, Menschen verlieren einen Zuverdienst — und der Staat gewinnt keine Beiträge auf Stunden, die nicht mehr stattfinden.
Was wir fordern
Keine zusätzlichen Steuern und Abgaben für Minijobber. Die Wahlfreiheit bei der Rentenversicherung bleibt.
Die Belastung der zusätzlichen Stunde senken. Den Übergangsbereich erhalten.
Mit Instrumenten, die dafür gemacht sind — nicht über den Minijob.
Pflegeversicherungsbeiträge streichen. Pauschsteuer bei 2 Prozent. Erhöhung der Krankenversicherung zurücknehmen.
Die kumulierte Belastung ausweisen, bevor weiter entschieden wird.
Gemeinsam für den Minijob
Verbände, Unternehmen und Menschen setzen sich gemeinsam dafür ein, den Minijob zu erhalten.
„Ohne Minijobber machen wir sonntags nicht auf. So einfach ist das.“
„Unsere Bäckereien leben von den Samstagsschichten. Die Rechnung geht ohne Minijob nicht auf.“
„Ich bin Rentnerin. Die zwei Vormittage in der Woche sind mein Kontakt zu Menschen — und 500 Euro.“
„Wir tragen die Forderung mit, weil sie unsere Mitgliedsbetriebe genauso trifft.“
Jetzt unterschreiben
Für Minijobber, Gäste und alle, die den Zuverdienst erhalten wollen. Jede Unterschrift zählt — die Sammlung läuft über openPetition.
Das Unterschriftenformular wird von openPetition bereitgestellt. Beim Laden wird Ihre IP-Adresse an openPetition übertragen; die Server stehen in Deutschland.
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